Hennigsdorf – Hier wird Zukunft gemacht

Als Teil des Regionalen Wachstumskerns Oranienburg-Hennigsdorf-Velten und des Regionalverbundes und Mittelzentrums Hennigsdorf-Velten-Oberkrämer ist die Stadt Hennigsdorf  ein wesentlicher Motor der wirtschaftlichen Entwicklung des Landkreises Oberhavel. Einst eine Stadt der Schwer- und Metallindustrie, wurde in den letzten Jahrzehnten – neben dem Erhalt der historisch gewachsenen Industriezweige – auch die Ansiedlung neuer Branchen, insbesondere der Biotechnologie gefördert.

Heutzutage ist die Biotech- und Life Science-Branche einer der stärksten Treiber der Strukturentwicklung – sowohl für die Stadt als auch für den Landkreis. Die Branche hat sich etabliert und generiert mittlerweile 1/3 des Steueraufkommens und stellt 1/3 der Arbeitsplätze des verarbeitenden Gewerbes dar.

Mit der Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung des Life Science-Clusters Hennigsdorf haben sich der Landkreis Oberhavel, die Stadt Hennigsdorf und die co:bios STIFTUNG dazu bekannt, gemeinsam den Life Science-Standort Hennigsdorf auszubauen und ihn als Ausgangspunkt mit Strahlkraft in den gesamten Landkreis und darüber hinaus zu nutzen.

Die integrierte Gesamtmaßnahme zur Entwicklung des Regional-Clusters Gesundheitswirtschaft (Biotechnologie / Life Science) wird über verschiedene Teilprojekte als Initiativbaustein den Anschub dafür leisten.

Zur weiteren Stärkung der Life Sciences-Branche am Standort wurde im Rahmen mehrerer Wirtschaftsförderungsprojekte der Region das Projekt „KreativWerk“ entwickelt:

Das leerstehende, denkmalgeschützte Alexander S. Puschkin Gymnasium sollte saniert und umgebaut werden und unter dem Namen „KreativWerk“ wieder mit Leben erfüllt werden.

Die Pläne sahen vor, neben einem innovativen Gewerbe- und Biotech-Zentrum gleichzeitig ein soziokulturelles GründerInnen- und Gewerbezentrum zu realisieren, in dem auch  Unternehmens- und Gründungsaktivitäten der Kreativ-, Gesundheits- und Sozialwirtschaft gefördert werden – Branchen, die für das Gemeinwesen und die Sozialstruktur einer Stadt von großer Bedeutung sind und in denen sich vermehrt Frauen engagieren.

Ein Hauptaugenmerk des Projektes liegt auf der Einrichtung eines soziokulturellen GründerInnen- und Gewerbezentrums, da die Schwer- und Metallindustrie vor vielen Jahren in Hennigsdorf und Umgebung Hauptarbeitgeber war und die Stadt dementsprechend von Berufsbildern geprägt wurde, die man eher Männern zuschrieb.

Trotz stetig wachsender Life Science-Branche ist der Prozess der Diversifizierung noch nicht abgeschlossen. Bis dato sind die soziokulturellen Unternehmens- und Gründungsaktivitäten in den Bereichen Kreativ-, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, die tendenziell eher von Frauen gewählt werden, unterrepräsentiert.

Diese Wirtschaftszweige sind jedoch immens wichtig und insbesondere für das Gemeinwesen und die Sozialstruktur einer Stadt von großer Bedeutung. Das KreativWerk soll daher auch ein Haus für Frauen werden. Sowohl für diejenigen, die bereits ein Unternehmen gegründet haben, als auch für diejenigen, die in naher Zukunft ein Unternehmen gründen möchten.

Im KreativWerk wird der Raum dafür sein, zudem wird es spezifische Beratungsangebote für Frauen geben.

Chronologie der Beschlussfassungen der Stadt Hennigsdorf

  • 20. Mai 2015 – Beschluss über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) 2015 der Stadt Hennigsdorf
  • 4. November 2015 – Beschluss der Stadt Hennigsdorf zur Teilnahme am Stadt-Umland-Wettbewerb
  • 21. September 2016 – Beschluss zur Umsetzung des Projektes „KreativWerk“ im Gebäude des Alten Gymnasiums
  • 7. Dezember 2016 – Beschluss zum Abschluss einer Kooperationsvereinbarung (…zur Entwicklung des Life Science Clusters Hennigsdorf in Oberhavel mit dem Landkreis Oberhavel und der co:bios STIFTUNG…)
  • 5. Juli 2017 – Beschluss zur Teilnahme der Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft mbH an einer Kapitalerhöhung der co:bios Technologiezentrum GmbH
  • 5. Juli 2017 – Beschluss zur Beantragung von Fördermitteln zur Erweiterung des co:bios Technologiezentrums
  • 25. April 2018 – Beschluss eines Geschäftsbesorgungsvertrages Stadt Hennigsdorf / KBI GmbH über die Kostentragung und Gewährung von Zuwendungen „KreativWerk – Soziokulturelles Gründerinnen Zentrum“ im Rahmen des Stadt-Umland Wettbewerbe
  • 30. Juni 2018 – Durchführung Interessenbekundungsverfahren Erwerb, Sanierung, Umbau und Betrieb eines Soziokulturellen GründerInnenzentrums „KreativWerk“ bezüglich der denkmalgeschützten Immobilie ehemaliges A.-Puschkin-Gymnasium (Ende 31. Juli 2018)
  • 5. Dezember 2018 – Beschluss zur Haushaltssatzung 2019 mit Haushaltsplan und Anlagen gemäß §§ 3, 66 und 67 BbgKVerf
  • 29. Dezember 2018 – Durchführung Interessenbekundungsverfahren Erwerb, Sanierung, Umbau und Betrieb eines GründerInnen- und Gewerbezentrums „KreativWerk“ bezüglich der denkmalgeschützten Immobilie Ehemaliges A.-Puschkin- Gymnasium, (Ende 31. Januar 2019)
  • 27. Februar 2019 – Beschluss über die Neuausrichtung der Förderstruktur für das Projekt „KreativWerk“ im Gebäude des Alten Gymnasiums unter Beibehaltung der Wettbewerbsstrategie zum Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg
  • 22. Mai 2019 – Beschluss zur Neuausrichtung des Projektes KreativWerk im Gebäude des alten Gymnasiums
  • 16. Dezember 2019 – Die Stadt Hennigsdorf erhält einen Fördermittelbescheid der NESUR für das KreativWerk II – soziokulturelles GründerInnen- und Gewerbezentrum und am 17.12.2019 den Fördermittelbescheid der GRW-I für das KreativWerk I – zum interdisziplinären GründerInnen- und Gewerbezentrum. Das KreativWerk entsteht im ehemaligen Puschkin-Gymnasium, welches dafür komplett und denkmalgerecht saniert sowie baulich angepasst wird.